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1. Kunstwerkstatt der Lübbering- Stiftung in Neulewin 11.08. 2010 bis 03.09. 2010

auf dem Gelände des zukünftigen Stiftungsitzes, dem Moserhof.

Symposion und Kunstwerkstatt


Schriftstellerinnen der Region Brandenburg / Preußen:
Caroline de la Motte Fouqué (1774-1831) und Sophie Tieck-Bernhardi-Knorring (1775-1833)
Ein Projekt der Lübbering-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Kleist-Museum Frankfurt / O.
Gegenstand des Projektes sind zwei Autorinnen zur Zeit der Romantik, die eine breite nationale und internationale Ausstrahlung hatten und heute zu Unrecht immer noch zu den Vergessenen gehören.

Sophie Tieck-Bernhardi-Knorring ist durch ihr Leben in Deutschland und im Baltikum eine wichtige Vermittlerin zwischen den Kulturen, die immer noch nicht ausreichend erforscht ist. Dieses Schicksal teilt sie mit vielen Frauen, Schwestern, Lebensgefährtinnen berühmter Männer. Ihre Wiederentdeckung war eine literarische Sensation und Innovation in der Forschung. Bisher liegt die Publikation "Wunderbilder und Träume", hrsg. von Hannelore Scholz-Lübbering, von 2000 vor. Am Briefwechsel mit wichtigen Persönlichkeiten ihrer Zeit arbeitet ebenfalls Prof. Dr. Hannelore Scholz-Lübbering gegenwärtig mit einem Team. Sophie Tieck galt in ihrer Zeit als bedeutende Berliner Romantikerin. Sie ist wie ihre beiden Brüder (Ludwig Tieck, "König der Romantik", und Friedrich Tieck, bedeutender Bildhauer) in einer bürgerlichen sozialen Schicht Berlins (der Vater war Handwerksmeister) aufgewach-sen. Während viele schreibende Frauen der Romantik ihre Bildung durch das Elternhaus erwerben konnten, musste sie sich diese mühsam autodidaktisch erarbeiten. Ihr Werk umfasst Romane, Erzählungen, Dramen, Gedichte und viele Briefe. Eine kurze Biographie und ein Werkverzeichnis liegen vor. Trotz der Entdeckung vieler schreibender Frauen der Romantik ist sie im Wissenschafts- und Ausbildungskanon nicht vorhanden.

Caroline de la Motte Fouqué (1774-1831) war eine vielgelesene Schriftstellerin; ihr Name fand jedoch keinen Eingang in die männlich tradierte Literaturgeschichtsschreibung des 20. Jahrhunderts. Auch in den Kreis der sogenannten "Frauen der Romantik" gehörte die vorwiegend zum Broterwerb Schreibende nicht. Erst in den letzten Jahren rückte Caroline de la Motte Fouqué als Schriftstellerin in den Blick, doch ist ihr umfangreiches Oeuvre weder vollständig erschlossen noch Bestandteil einer intensiven wissenschaftlichen Auseinandersetzung. Das Kleist-Museum stellt sich die Aufgabe, auch Dokumente und Rezeptionszeugnisse des Ehepaars Fouqué zu sammeln und zu bewahren. In diesem Zusammenhang wird die aus der sich dem Symposion anschließenden Kunstwerkstatt hervorgehende Graphikmappe zu einem Roman Caroline de la Motte Fouqués (Die Frau des Falkensteins) den Beginn einer Sammlung künstlerischer Arbeiten zu ihrem Leben und Werk markieren und eine nachhaltige Wirkung garantieren.

Ziele:


  • Publikation "Julie Saint Albain" (1801) von Sophie Tieck-Bernhardi als Buch mit Grafik- mappe und thematischen Skulpturen
  • Grafikmappe zu "Die Frau des Falkensteins" von Caroline de la Motte Fouqué
  • Ausstellungen
  • Kooperation mit polnischen Partnern (Universität Wroclaw, Kulturhaus Cybinka)


Wie sollen diese Ziele erreicht werden?


  • wissenschaftliches Symposion im Kleist-Museum Frankfurt / Oder (09. und 10.08.1010) und
  • Kunstwerkstatt auf dem Moserhof: sechs BildhauOrganisation von wöchentlichen Tagen der Offenen Tür für Schülerinnen und Schüler in Neulewin sowie Interessierte jeweils freitags von 10 bis 17 Uhrerinnen und sechs Grafikerinnen erarbeiten thematische Skulpturen und Grafiken (11.08. bis 03.09.2010)


Was ist innovativ an diesem Vorhaben?


Der Roman "Julie Saint Albain" erschien 1801 und ist seitdem nicht wieder publiziert. Hier wäre eine innovative wissenschaftlich-künstlerische Arbeit möglich, die in der Nachhaltigkeitswirkung nicht zu überschätzen ist. Die Verbindung von wissenschaftlichen Ergebnissen und künstlerisch - praktischen Umsetzungsformen als alternatives Bildungsangebot (Tage der Offenen Tür) für Schülerin-nen und Schüler der Region, Studierende der Viadrina Universität und Kulturinteressierte sowie Begegnungen mit polnischen Kooperationspartnern sind für die Grenzregion von besonderer Bedeutung.

Partner und Förderer:


Kleist-Museum Frankfurt / Oder, Universitäten Wroclaw und Katowice, Kulturhaus Cybinka, Deutsch-Polnische Gesellschaft/ Leopoldina-Stiftung. Die Sparkasse Oder-Spree teilfinanziert das Symposion. Kulturland Brandenburg e. V. teilfinanziert das Symposion im Kleist-Museum in Frankfurt/ Oder. Die Lübbering-Stiftung teilfinanziert das Symposion und finanziert und organisiert die Kunstwerkstatt.

Hier haben wir die Künstlerinnen und die Ergebnisse der Kunstwerkstatt in einer Galerie zusammengestellt.
Die Künstlerinnen und ihr Werk während der 1. Kunstwerkstatt in Neulewin:


Die Künstlerinnen und ihre Werke



Die Diashow startet selbstständig. Fahren Sie mit der Maus über den oberen Bildrand, erscheinen Vorschaubilder.
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Sigrid Herdam

Diplom Bildhauerin
Türrschmidtstr.17, 10317 Berlin

Sigrid Herdam war vom Oktober 2009 bis März 2010 Stipendiatin der Lübbering- Stiftung.

Kurzbiografie:

1951           in Berlin geboren
1968 - 1971 Studium Kunsterziehung, Potsdam
1971 - 1975 Kunsterzieherin an der Sonderschule Gransee
1975           Geburt der Tochter Sara
1976 - 1980 autodidaktisch- künstlerische Tätigkeit
1981           Geburt des Sohnes Ben
1981 - 1987 Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee bei Prof. Jo Jastram, Diplom im Fach Bildhauerei
ab 1987       freischaffend als Bildhauerin in Berlin
ab 1989       Mitglied des VBK-Berlin(DDR),später Mitglied des BBK-Berlin
ab 1992       regelmäßige Teilnahme an Bildhauersymposien in Deutschland
2000           Arbeiten im öffentlichen Raum und in Privatbesitz in Berlin, Borkheide, Hannover, Henningsdorf, Himmelpfort, Eisenhüttenstadt, Zehdenick
2001           1.Preis im Wettbewerb zur Gestaltung des Altlandsberger Platzes in Berlin-Marzahn, zusammen mit M.Blume-Cardenas.
Studienreise in die Türkei
2009           Stipendium der Lübbering-Stiftung

Sigrid Herdam: "Die Drehende"
Personalausstellungen

1990   Haus am Köllnischen Park, Berlin, mit M Blume- Cardenas
1996   Club Spittelkolonnaden, Berlin
1999   Galerie "Unterwegs", Berlin, mit M. Voss
2000   Galerie Mitte, Berlin, mit M. Blume- Cardenas
2001   Galerie im Carree Marzahn, Berlin
2002   Jobconsult- Marzahn, Berlin
2004   Galerie in der Remise der DEGEWO, Berlin Inselgalerie, Berlin,mit M. Blume- Cardenas
2005   Baumberger- Sandstein- Museum, Havixbeck, mit M. Blume- Cardenas Werkstattgalerie, Studio Bildene Kunst, Lichtenberg, mit M. Blume- Cardenas
2006   Frauenzentrum EWA e.V. Berlin-Prenzlauer Berg
2009   Galerie in der Remise der DEGEWO, Berlin.
Sigrid Herdam: "Skulptur"